01 · Sonnenaufgang

Erzeugung beginnt

Die von der Sonne kommende Strahlung wird mit herkömmlichen PV-Modulen in elektrischen Strom umgewandelt. Die Energie wird verwendet um Verbraucher wie die Heizung/Kühlung, Computer, Beleuchtung und viele weitere zu versorgen. Erste Überschüsse laden die Elektroautos und Kurzzeit-Batteriespeicher.
Aktueller Energiefluss
SonnePVHausBatteriespeicher und E-Autos

In der Großen Bauerngasse 79 in Höchstadt a.d. Aisch ist unser erstes 100 % ganzjährig autarkes Energiesystem erfolgreich in Betrieb.

Gebäude

Das Wohn- und Bürogebäude in der Großen Bauerngasse 79 ist das lebende Pilotprojekt des ZeroKWh-Konzepts. Durch vorangegangene herkömmliche energetische Sanierungen, darunter die Verbesserung der Dämmung, die Installation einer PV-Anlage auf dem Dach, der Umstieg von einer fossilen Heizung auf eine Sole/Wasser-Wärmepumpe sowie die Installation von Elektroautoladestationen, wurde das Gebäude bereits auf den aktuellen Stand der Technik gebracht. Das Ziel einer echten ganzjährigen Autarkie und einer vollständigen Unabhängigkeit von Energiekosten und Inflation lässt sich damit jedoch noch nicht erreichen. Aus dieser Herausforderung heraus ist die Idee von ZeroKWh entstanden.

Systemschema

Das Schema zeigt, wie alle Komponenten zusammenwirken: PV und Batterie liefern elektrische Energie (grün), der Elektrolyseur wandelt Überschussstrom in Wasserstoff zur chemischen Speicherung um (grau), Wärmepumpe und Brennstoffzelle decken den Wärmebedarf (rot). Das dezentrale Netz dient als Rückfallebene – nicht als Primärquelle.

Carports

Um vollständige Autarkie zu erreichen und genügend Überschüsse für die Wasserstoffproduktion zu erzeugen, war eine Erweiterung der bestehenden PV-Anlage auf dem Schrägdach notwendig. Da eine Freiflächenanlage behördlich abgelehnt wurde, entstehen gemeinsam mit einem regionalen Partnerunternehmen innovative PV-Carports mit schwenkbarem Antrieb. Sie verbinden die Nutzung von Stellplätzen mit zusätzlicher Stromerzeugung – effizient, nachhaltig und flächenschonend.

Speicher

Für die saisonale Speicherung sommerlicher PV-Überschüsse zur Deckung des winterlichen Energiebedarfs wird Wasserstoff als Speichermedium eingesetzt. Neben der konventionellen Speicherung des Wasserstoffs in Drucktanks wird im ZeroKWh-Projekt zusätzlich ein neuartiges, flüssigkeitsbasiertes Speichersystem erprobt und optimiert. Damit entsteht eine technisch sinnvolle und wirtschaftlich tragfähige Antwort auf eines der letzten großen Herausforderungen der Energiewende. Neben den technischen Anforderungen spielt auch das Design der H2-Speicher eine wichtige Rolle für die Akzeptanz in der Nachbarschaft und in der Öffentlichkeit – Technik, die sich sehen lassen kann.

Bewegung

Wir betrachten das Projekt nicht nur aus rein technischer und wirtschaftlicher Sicht. Wir wollen auch Menschen dazu motivieren, aktiv bei der Energiewende mitzumachen. Unter anderem ist eine öffentlich zugängliche Infostätte mit Beschilderungen am Standort GB79 geplant, in der alle, angefangen von Schulklassen, neueste Technik hautnah sehen und erleben können.